Sanfte Bewegtheit

Im Mai 2017 erscheint ein neues Buch, das sich auf die Spurensuche nach den Anfängen von Kinaesthetics macht. Es befasst sich mit dem Leben und Wirken von John Graham – einem der einflussreichen Menschen in der Gründerzeit des Vereins für Kinästhetik. Petra Prensky stellt es vor.

 

John Graham – eine Spurensuche. Wenn man mit Internet-Suchmaschinen nach Spuren des Tänzers John Graham sucht, findet man nichts. Fast nichts. Wenn man mit Menschen spricht, die John Graham kannten, die mit ihm tanzten, die seine SchülerInnen waren, erfährt man, wie sehr sie von ihm berührt wurden. John Graham hat sehr tiefe Spuren hinterlassen. Spuren, die sich in der Verhaltensveränderung von Menschen manifestieren.

Ein Leben im Hier und Jetzt. „John Graham war eine helle, gewinnende Erscheinung.“ – „Er war groß und langgliederig – und in seiner Bewegung unglaublich elegant.“ – „Er hatte die Gabe, mit voller Präsenz im Hier und Jetzt zu leben.“ – „John war ein Mensch, der seine Fehler offenlegte und über sie lachen konnte.“ Diese und andere Aussagen finden sich in den Interviews mit Menschen, die John Graham schätzen gelernt haben.

Der Tanz-Pionier. Geschichte schrieb John Graham als Mitglied des San Francisco Dancers’ Workshops, den er zusammen mit Anna Halprin und A. A. Leath maßgeblich mitgeprägt hat. Der Dancers’ Workshop löste auf der ganzen Welt Begeisterung, aber auch blankes Entsetzen aus. Begeisterung, weil eine neue Art von Tanz entstanden ist, die durch die Intuition und Kreativität der TänzerInnen im aktuellen Augenblick und weniger durch eine im Voraus definierte Choreographie gesteuert wurde. Entsetzen, weil es zu Beginn der 1960er-Jahre skandalös war, wenn Menschen auf einer Bühne nackt tanzend auftraten. Nach der Zusammenarbeit mit Anna Halprin entwickelte John Graham seine eigene Tanz- und Forschungsrichtung mit dem Namen „Gentle Dance“.

Der Kinaesthetics-Pionier. Zwischen 1976 und 1985 arbeitete John Graham intensiv mit Frank Hatch und Lenny Maietta zusammen. Er gehörte im Jahr 1980 zu den MitbegründerInnen des Vereins für Kinästhetik, den er als Vorstandsmitglied mitaufbaute. Er war im Leitungsteam der ersten Langzeitausbildungen „Kinästhetik-Gentle-Dance“. 1988 wurde er Ehrenmitglied des Vereins und stellte zugleich die Zusammenarbeit mit diesem ein.

Das Buch. Das Buch „Sanfte Bewegtheit“ nähert sich dem Arbeiten, Denken und Sein von John Graham. Seine eigenen Artikel aus den 1980er-Jahren zeigen eindrücklich, wie er bemüht war, die künstliche Trennung zwischen Körper und Geist aufzuheben. Dazu formulierte er prägnant: „Es ist höchste Zeit, mit dem Körper zu denken.“ Menschen, die eng mit John Graham zusammenarbeiteten, geben Einblick in seine Bedeutung als prägende Person für ihren Werdegang, für ihren Beruf und für ihr Leben. Es ist kein Buch mit vielen Daten und Fakten. Es ist vielmehr ein stiller Dank an einen stillen Schaffer, der viel in Bewegung gebracht hat.

Bibliographie:
Knobel Stefan, Prenksy Petra: Sanfte Bewegtheit. Ein Dank an John Graham.
     verlag lebensqualität, Siebnen. ISBN: 978-3-906888-00-2

 

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